Die Bauwerkstoffe des Dachdeckers
Das Holz
Holz und Holzwerkstoffe:
Holz ist aufgrund seiner guten Eigenschaften ein sehr wichtiger Baustoff.
Für den
Dachdecker hat das Holz eine wichtige Bedeutung als Werkstoff für die Unterkonstruktion (Dachstühle, Dachschalungen, Dachlattungen). Verschiedene Holzarten sind so witterungsunempfindlich und dauerhaft, dass sie zur Herstellung von Schindeln für Dachdeckungen und Wandverkleidungen verwendet werden können.
Wachstum und Aufbau des Holzes:
Bäume benötigen zum Wachstum Nahrung, Luft und Licht. Die Nahrungsaufnahme erfolgt durch das Wurzelwerk und die Blätter bzw. die Nadeln. Es wird „Erdwasser" (= Wasser mit Stickstoff, Phosphor, Kalium u.a.) durch die Wurzeln aufgenommen. Die Blätter oder die Nadeln nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf und bauen mit Hilfe des Erdwassers, der Sonnenenergie und des Blattgrüns Traubenzucker und Stärke auf. Dabei wird an die Luft Sauerstoff abgegeben. Dieser Vorgang wird als Assimilation bezeichnet. Da dieser Vorgang nur bei Licht stattfinden kann, wird er auch als Fotosynthese bezeichnet. Aus dem Traubenzucker entstehen die Hauptbestandteile des Holzes, die Cellulose und das Lignin.
Chemischer Aufbau des Holzes:
Das Holz besteht vor allem aus Verbindungen der Elemente Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Die Trockensubstanz des Holzes (Holz ohne Wasser) besteht aus etwa 50% Kohlenstoff, 43% Sauerstoff und 6% Wasserstoff.
Hauptbestandteil der Trockenmasse ist mit etwa 40 bis 55% die Cellulose (Zellstoff). Sie bildet das Holzgerüst und ist vor allem für die hohe Zugfestigkeit des Holzes verantwortlich.
Mit zunehmender Verholzung, d. h. zunehmender Verdichtung im Kernbereich, lagern sich im Holz (in den Zellen) Stoffe mit höherem Kohlenstoffgehalt ab. Diese Stoffe werden als Lignin bezeichnet (ca. 20 bis 30%). Das Lignin ist vor allem für die Druckfestigkeit des Holzes verantwortlich. Da sich ligninhaltiges Holz unter Lichteinfluss bräunlich verfärbt, wird es auch als Holzfarbstoff bezeichnet. Die Cellulose hingegen behält auch unter Lichteinfluss ihre weiße Farbe. Ein weiterer chemischer Bestandteil des Holzes sind die Cellulosebegleiter (Hemicellulose). Sie nehmen etwa 15 bis 35% der Trockenmasse ein.
Äußerer Aufbau des Holzes:
Am Querschnitt eines Stammes lässt sich mit bloßem Auge erkennen, dass die Holzmasse aus einer Vielzahl von Ringen besteht. Diese Ringe entstehen beim Dickenwachstum im Kambium. Das Kambium ist die Wachstumsschicht, die von der Bastschicht sowie Rinde und Borke umschlossen ist. Im Frühjahr und Frühsommer ist der Wuchs stark; die entstehenden Zellen bilden sich weiträumig und dünnwandig aus und haben eine helle Farbe. Sie werden als Frühholz bezeichnet. Die im Spätsommer und Herbst entstehenden Zellen wachsen langsam, sind dickwandiger, härter, engräumiger und haben eine dunklere Farbe. Sie werden als Spätholz bezeichnet. Früh- und Spätholz zusammen bilden den Jahreszuwachs in der Dicke, den Jahresring. Bei dicht über dem Boden liegenden Stammquerschnitten entspricht die Anzahl der Jahresringe dem Alter des Baumes.
Dachdecker aus Berlin suchen und finden !
Innerer Aufbau des Holzes
Mikroskopisch betrachtet, ist das Holz aus ringförmigen Zellen aufgebaut. Die Zellwände bestehen in der Hauptsache aus Cellulose und Lignin. Im lebenden Holz haben die Zellen die Aufgabe, das Wasser und die Nährstoffe im Stamm nach oben zu leiten, die Holzmasse zu bilden, dem Holz seine Festigkeit zu geben und die Aufbaustoffe zu speichern
Je nach der Aufgabe wird in Leitzellen, Speicherzellen und Stützzellen unterschieden.
Vom Dachdecker häufig verwendete Nadelhölzer, wie Fichte, Kiefer und Lärche, haben Harzgänge. Sie sind von harzbildenden Zellen umgeben und weiten sich gelegentlich zu Harzgallen aus.
Chris Steiner
immax159[at]yahoo.de
Veröffentlicht am: 16.04.2008 um 19:15:33 von
dachdeckerDiesen Artikel verlinken:
Artikel Bookmarken:
Mr. Wong |
digg |
del.icio.us |
SocialBook |
www.Mal1.de
