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» Die Düsseldorfer Wasserspiele

Die Düsseldorfer Wasserspiele gibt es seit 1937. Sie wurden erstmalig errichtet zur Ausstellung „Schaffendes Volk“. Zusammengesetzt ist die Anlage aus einem großen und runden Kopfbecken in welchem sich eine Fontäne befindet. An das Becken schließt sich ein ca. 160 Meter langes Becken an. Dieses ist 16 Meter breit und zu beiden Seiten sind 10 halbmondförmige Ausbuchtungen zu sehen. Wenn die Anlage in Betrieb ist, bilden bogenförmige Wasserstrahlen, die von beiden Seiten des Beckens abgegeben werden, einen langen Wassertunnel. Die Fontäne im Hauptbecken kann bis zu 35 Meter hoch werden.

Dieser Park in Düsseldorf hat eine weit reichende Bedeutung. Entstanden ist er im Dritten Reih, doch seinen ursprünglichen Charakter hat er sich bis heute bewahrt. Die Brunnenanlage ist ein Zeichen der Gartenarchitektur zu Zeiten des Nationalsozialismus. Die Wasserflächen in dem Nordpark umfassen 4000 Quadratmeter. Wenn man den Park betritt, fällt der Blick sofort auf die Wasserspielanlage. Diese wird von über fünf großen Wasserspielpumpen angetrieben.

Schaut man dem Wasserspektakel zu, wenn die Sonne scheint, gibt es ein besonders schönes Bild, denn die Tropfen schillern in den schönsten Farben. Doch nicht nur die Wasserspiele sind sehenswert, auch die vielfältige Blumenpracht, die sich auf ca. 3800 Quadratmeter erstreckt, ist wunderschön. Hier kann man in Ruhe den Feierabend genießen, abschalten, sich auf einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten niederlassen, oder auch auf der Wiese liegen und die Seele baumeln lassen.

Neben dem Eingang vom Park, neben dem Springbrunnen, befindet sich das Ballhaus. Dieses dient heute jungen Künstlern für ihre Ausstellungen. Die Rossebändiger, die am Eingang vom Park auf Säulen stehen, sorgten für einige Aufregung zwischen dem Architekten und der Stadt. Der Architekt erhielt, als Bilder von den nicht vollendeten Skulpturen in der Ausstellung „entartete Kunst“ auftauchten, Berufsverbot. Die Rossebändiger waren zur Eröffnung des Parks nicht fertig geworden, weil die Kosten teurer waren und es zu Streitereien kam.

Torsten Maue
torsten.maue[at]gmail.com




Veröffentlicht am: 08.09.2007 um 16:55:30 von tmaue

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