Gerne wird immer wieder behauptet, die Dachbeschichtung sei genau so gut wie eine Neueindeckung. Wie uns die Firma InoBa aus der Nähe von Kaiserslautern mitteilte, trifft das so nicht zu. Eine
Dachbeschichtung sei zwar sehr wohl eine optische Verbesserung der Bedachung, auch mit sehr langer Lebensdauer, wenn die Substanz des Untergrundes aber nicht mehr stimmt, dann helfe nur eine Neueindeckung. Die besondere Problematik bei Dachbeschichtungen sei aber die Ausbildungssituation am Markt. Ein wirklich qualifizierter Dachbeschichter müsse sowohl die wesentlichen Grundlagen aus dem Dachdeckerhandwerk, als auch die des Malerhandwerks sehr gut beherrschen. Zum einen gelte es Mängel im konstruktiven Dachbau aufzuspüren und verschiedene Untergründe sicher zu beurteilen, zum anderen muss als Beschichtungsstoff eine Dachfarbe ausgewählt werden, die nicht nur lange hält und gut aussieht, sondern auch optimal zum Untergrund passt. Nach Auskunft der Fa. InoBa liegt eine besondere Schwierigkeit darin begründet, dass sich die Hersteller von Dachfarben noch immer nicht auf verbindliche vereinheitlichte Test- und Prüfverfahren einigen konnten. So bleibt den weniger gut ausgebildeten Betrieben oft nur die Möglichkeit auf die Versprechen von Farbherstellern zu vertrauen.
Da diese durch schwammig formulierte Gewährleistungsbedingungen selbst kaum in der Gewährleistung stehen, bleibt das Risiko einer fehlgeschlagenen Dachbeschichtung allzu oft beim Verbraucher hängen. Da die Dachbeschichtung als solche ein reines Saisongeschäft über nur 7 – 8 Monate ist, hat der Dachbeschichter selbst häufig keine ausreichenden Rücklagen um berechtigte Gewährleistungsansprüche zu bedienen.
Nach Angaben der Fa. InoBa sind gerade in den letzten 3 Jahren viele „Newcomer“ am Markt die recht vollmundige Slogans wie zum Beispiel Dachbeschichtung billig oder Dachbeschichtung preiswert bewerben und dabei letztlich nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Die InoBa rät jedem Verbraucher der sein Dach beschichten lassen will dazu, mehrere Angebote einzuholen und sich auch von jedem Betrieb mindestens 5 – 6 Referenzen von Dächern geben zu lassen, die vor mehr als 3 Jahren beschichtet wurden. Es macht Sinn diese Referenzen auch persönlich zu überprüfen und höflich das Gespräch mit dem Eigentümer zu suchen. Dies ist keine Belästigung. Denn wer mit seinem Partner zufrieden war gibt gern Auskünfte und wer mit der Leistung nicht zufrieden war, äußert dies in der Regel auch recht deutlich.
andreas borg
mtk[at]emion.de
Veröffentlicht am: 22.11.2007 um 10:37:19 von
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