Reise & Urlaub

» Zypern und andere politisch geteilten Regionen

Militär braucht ein Land weil die anderen Länder auch über Militär verfügen. Was könnten die Ressourcen dieser Welt geschont und anderen nutzbringenderen Aufgaben zugeführt werden, wenn alle Staaten auf Militär verzichteten. So denkt der Idealist, doch Ideen der weltweiten Abrüstung sind in der Vergangenheit meist nicht von Dauer gewesen. Und nicht selten sind aus Kriegen und Besetzungen unschöne Teilungen von Ländern entstanden, die eigentlich gerne wiedervereint wären. Die deutsche Nation hatte nach einer russischen Besetzung und einer Zone der Alliierten über Jahrzehnte auf eine Wiedervereinigung warten müssen, die dann allzu plötzlich möglich und doch bis heute nicht wirklich vollzogen wurde.

Das sozialistisch orientierte Nordkorea und das mit dem Kapitalismus verbundene Südkorea müssen bis heute auf eine solche Vereinigung warten und auch die schöne Insel Zypern bleibt gespalten in eine von der Türkei besetze Nordzone und dem Südzypern Griechenlands. In Hinsicht auf einen möglichen Beitritt der Türkei in die EU scheint diese Teilung ein Relikt längst vergessener Zeiten zu sein und keine Realität des 21. Jahrhunderts. Während weltweit kein Zweifel an der Anerkennung Zyperns als Bestandteil Griechenlands besteht, wurde der nördliche Teil Zyperns als türkische Region bisher nur von einem einzigen Staat weltweit anerkannt: Von der Türkei selbst. Wer auf Golfreisen Zypern besucht wird sich aber vermutlich mehr um seine Platzreife und um die vermissten Golfbälle auf dem Golfplatz sorgen als über diese unsäglichen politischen Gegebenheiten.

Andreas Mettler
presse[at]mettlerweb.de




Veröffentlicht am: 31.03.2008 um 21:10:47 von findur

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