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» Politik in der Türkei

Nachdem die Kurden 1923 durch den Vertrag von Lausanne, der zwischen der Türkei und den Alliierten des Ersten Weltkriegs geschlossen wurden, faktisch ihre Kultur aberkannt bekamen – weil, anders als im Vertrag von Serves aus dem Jahr 1920 – die Kurden als Minderheit nicht mehr anerkannt waren.

Die Kurden wurden vom islamischen Nationenbegriff her nämlich faktisch in die türkische Staatsangehörigkeit gezwungen. Dieser Assimilationsdruck führte schließlich zu heftigen Aufständen, denn die kurdische Kultur wurde völlig unterdrückt.

Die Bezeichnung Kurde lässt man dabei nur noch als Bezeichnung für Kurden in den Nachbarstaaten zu. Die Worte Kurde und Kurdistan hingegen wurden aus allen Schulbüchern, Lexika und Landkarten der Türkei getilgt, gar kurdische Familien- und Ortsnamen wurden türkifiziert.
1934 trat schließlich ein Gesetz in Kraft, das die Zwangsumsiedlung der Kurden vorsah, die sich nicht der nationalen türkischen Kultur unterordnen wollten. Ab 1979 wurden kurdische Dörfer Ziel von Razzien des türkischen Militärs. Seit dem Jahr 1984 nun tobt im Besiedlungsgebiet der Kurden ein Guerillakrieg – angefochten von der Arbeiterpartie Kurdistans, der PKK.


Christian Becker
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Veröffentlicht am: 16.02.2008 um 13:32:13 von christianb

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