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Heizölpreise erreichten heute, nachdem schon in den letzten Wochen ein Preisanstieg nach dem anderem folgte, ein neues Hoch. Der Anstieg der Preise ist dieses Jahr noch stärker als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und facht die Diskussion über andere Energieträgern, sowie nach den Ursachen der Preisjagd weiter an. Aber auch wenn andere Energieträger derzeit preislich eine bessere Figur machen als Heizöl, ist es nur eine Frage der Zeit bis sie nachziehen. Diese Entwicklung hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt und so ist der Ausweg vor allem eine Senkung des Verbrauchs.
Die Hoffnungen und Erwartungen, dass der Preisanstieg kurzfristig eine Pause einlegen könnte, haben sich nicht erfüllt. Der Atomstreit mit dem Iran, Konjunkturhoffnungen in den USA und der Terror in Nigeria sind einige der Gründe für den weiter anziehenden Ölpreis. Vor allem resultiert die Erhöhung aber durch die Steigung der weltweiten Nachfrage, während sich das Angebot kaum verändert.
Entscheidend ist des Weiteren, dass die großen Ölmarkt-Teilnehmer auf Gewinne hoffen und sich dementsprechend verhalten. Mineralölgesellschaften, Banken und Investmentfonds profitieren tatsächlich von der derzeitigen Lage und fahren Gewinne ein. Sie setzen weiter auf steigende Preise - eine relativ risikolose Wette und ein Garant auf weitere Profite, da sich der Preis angesichts der Ressourcenverknappung weiter erhöhen wird. Prekär ist hierbei im Besonderen, dass das Geld weiterhin für diese Spekulationen ausgegeben wird, anstatt es in Problemlösungen zu investieren. So verwendete beispielsweise die Mineralölgesellschaft ConocoPhillips von ihrem auf 4,1 Mrd. Dollar gestiegenen Gewinn insgesamt 150 Mio. Dollar (0,9% vom Gewinn) zur Forschung nach erneuerbaren Energieträgern. Das Unternehmen gibt an, die Ausgaben für die erneuerbaren Energien in den vergangenen drei Jahren verdoppelt zu haben. Der größte Anteil des Gewinns wird allerdings in Aktienrückkäufe investiert und in Dividenden ausgeschüttet.
Fraglich ist ob sich- wenn überhaupt - in den nächsten Jahren eine Änderung auf der Angebotsseite einstellen wird. Ausweglos ist die Lage dennoch nicht - eine Lösung kann sich vor allem in einer Änderung auf der Nachfrageseite einstellen.
Dass geringer bzw. sinkender Verbrauch durchaus mit Wohlstand zusammenpasst, lässt sich am Wasserverbrauch aufzeigen. Definitiv leidet kein Mensch in Deutschland an Wassermangel und das „obwohl“ der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch an der knappen Ressource Wasser in den vergangenen zwanzig Jahren bedeutend gesunken und im weltweiten Vergleich unterdurchschnittlich ist. Allerdings ist er im Vergleich zu dem Pro-Kopf-Verbrauch eines Entwicklunglandes immer noch ungefähr sechsfach so hoch. Der Verbrauch an Öl ist im Gegensatz zu den Entwicklungsländern fünfzehnmal so hoch.
Vielleicht lässt sich nun, durch den anhaltend hohen
Heizölpreis , auch die Effizienz bei der Energienutzung und eine Senkung des Ölverbrauchs anfachen und dem Positivbeispiel des Wasserverbrauchs folgen.
Jennifer Steffen
esyoil[at]esyoil.com
Veröffentlicht am: 14.05.2008 um 18:55:46 von
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