Natur & Umwelt

» Vom Wandel der Ausbildungsmethoden für Hunde in der Hundeschule

Hunde werden durch die Erkenntnisse der modernen Verhaltensforschung heute viel artgemäßer erzogen und ausgebildet als in früheren Zeiten.

Da Hunde mit Menschen zusammen leben, müssen sie lernen, auf viele Kommandos zu reagieren und sich in die bestehende Ordnung einzufügen. Noch wichtiger ist dies natürlich für solche Hunde, die eine Aufgabe erfüllen sollen, zum Beispiel als Blindenhund, Hütehund oder Rettungshund. In früheren Zeiten wurden für die damals so genannte Dressur martialische Hilfsmittel wie Stachelhalsbänder, eine Gerte oder in jüngerer Zeit auch Geräte, die Elektroschocks austeilen, für selbstverständlich gehalten und erregten keinerlei Anstoß.



In einer modernen Hundeschule wird dagegen ganz anders vorgegangen. Das Zauberwort heißt heute „Positive Verstärkung\". Durch diese Methode wird der Arbeitseifer der Hunde gefördert. Sie lernen Freude am Tun und am Gehorsam zu haben und nicht aus Angst vor Strafen zu gehorchen. Das wesentliche Kennzeichen dieser Methode ist, dass erwünschtes Verhalten belohnt wird, während unerwünschtes Verhalten so weit wie irgend möglich einfach nicht beachtet wird. So werden der Kontakt mit dem Ausbilder und das Lernen zu freudvollen Erfahrungen für den Hund. Die Hunde kommen dabei „ganz von selbst\" drauf, was ihnen in der Hundeschule beigebracht werden soll. Sie werden ganz begierig, das zu tun, was sie gerade lernen sollen, vorausgesetzt, der Ausbilder gibt die Belohnung zeitlich präzise richtig, bleibt ausgeglichen ruhig, verbirgt eigene Freude nicht und verliert nicht die Geduld, bis der Hund sein Pensum beherrschen gelernt hat.

Eckbert Heinenberg
eheinenberg[at]t-online.de




Veröffentlicht am: 27.01.2008 um 19:51:29 von algarvio

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