Seit der Wiedervereinigung ist die Uhrmachertradition im sächsischen Ort Glashütte wieder aufgelebt. Mit Hilfe schweizerischen Knowhows wurden etliche der traditionellen Manufakturen wieder eröffnet. Doch mittlerweile gibt es ordentlich Krach in der Glashütter Gemeinde. Stein des Anstosses ist der geschützte Begriff „Glashütter Uhren“, der es erfordert, dass mindestens fünfzig Prozent der Wertschöpfung des Uhrwerks in Glashütte erfolgen müssen.
Die Hauptwidersacher sind dabei die Firmen
Nomos Glashütte und Mühle Glashütte, wobei der derzeitige Stand (Dezember 2007) der Dinge ist, dass Mühle gerichtlich eine saftige Strafe im mehrstelligen Millionenbereich aufgebrummt wurde, da das Gericht ihrer Berechnung der Wertschöpfung nicht gefolgt ist. Daher befindet sich die einzige
Glashütter Uhrenmanufaktur im Besitz der ursprünglichen Gründerfamilie derzeit in Insolvenz. Nichts desto trotz wird der volle Betrieb weitergeführt.
Andreas Loewen
kontak1[at]andreas-loewen.de
Veröffentlicht am: 02.12.2007 um 13:39:21 von
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