Mode & Lifestyle

» Krawattenherstellung und Qualität

Gute bis sehr gute Krawatten hängen auch ein wenig von ihrem Material ab. Die elegantesten Krawatten sind wohl immer noch die Seidenkrawatten. Die Seide wurde bereits knapp dreitausend Jahre vor Christus in China hergestellt. Sie gelangte in alle möglichen Gebiete, nur Europa kam erst im letzten Jahrhundert vor Christus Geburt in den Genuss der Seide.
Im Mittelalter war Seide der Mittelpunkt. Sie wurde so gut wie überall hergestellt oder war Handelsware. Auch ihre Verarbeitung zu allen möglichen Textilien war weit verbreitet, wenn auch die Florentiner bis ins 17 Jahrhundert hinein, in der Textilbranche, was die Seidenverarbeitung betraf, führten. Die Seide war das Gewebe für die Reichen und Schönen. Erst im 18 Jahrhundert konnte man sich auch für Wolle und Baumwolle begeistern. Dies war vorrangig in der Männerwelt so. Die Seide wurde also für Westen, Futter, Morgenröcke und Strümpfe reserviert.
Im 19. Jahrhundert waren die breiten Schals der Dandys noch aus Leinen oder Spitze. Nachdem die Seide als Schmuck entdeckt wurde, wurde sie natürlich ebenfalls verarbeitet und zu den heutigen bekannten breiten Schals kommen. Bedingt durch die Industrialisierung war es möglich, Seide in großen Mengen herzustellen. Gerade die Männer fanden die Schals hochinteressant und die geometrischen Muster oder die schottischen Paisleys gefielen den Dandys ebenfalls.

In Paisley, in Schottland, werden seit dem 18. Jahrhundert Seidenraupen gezüchtet und so das kostbare Material gewonnen, die für die Herstellung von Krawatten oder Paisleys benötig werden. Je hochwertiger die Seide ist, desto besser werden auch die Krawatten, zumal sie in Schottland wahrscheinlich auch noch in reiner Handarbeit die Krawatten herstellen.

Torsten Maue
torsten.maue[at]gmail.com




Veröffentlicht am: 23.10.2007 um 15:08:12 von tmaue

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