Medizin & Gesundheit

» Die Obstipation als Tabuthema

Gerade für jüngere Menschen ist es ein Tabu über das Problem der Verstopfung zu sprechen. Wer möchte das schon gerne hören? Wer möchte hierbei mitdiskutieren? Von einer chronischen Obstipation kann gesprochen werden, wenn der Stuhlgang über mehrere Monate hinweg nur noch jeden vierten Tag oder seltener möglich ist. Von dieser Krankheit sind nicht nur ältere Menschen betroffen und wer im jugendlichen Alter unter diesen Problemen leidet, mag häufig dem Irrglauben erliegen, nur von einem vorübergehenden Symptom betroffen zu sein oder sich gar im Rhythmus der eigenen Darmaktivität verzählt zu haben. Doch das Problem zu verdrängen ist oft die schlimmste Entscheidung, die diesbezüglich getroffen werden kann.

Zumindest dem eigenen Arzt sollte das Thema anvertraut werden, denn frühzeitig erkannt kann der Krankheit oft noch mit einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und etwas zusätzlicher körperlicher Betätigung entgegen gewirkt werden. Ist die chronische Verstopfung schon weiter fortgeschritten, so kann die Maßnahme des Klistier, umgangssprachlich auch als Einlauf bezeichnet, helfen. Es gibt aber auch gesellschaftliche Kreise, in denen die persönliche Darmtätigkeit kaum mehr ein Tabuthema darstellt. Wer schon einmal als Pflegekraft in einem Altenheim tätig war, mag unschwer feststellen, dass die Obstipation für manche Menschen geradezu zum Mittelpunkt der gesellschaftlichen Kommunikation werden kann. Eine gesunde Lebensweise schon im jüngeren Alter kann vorbeugen, dass es hierzu nach Möglichkeit niemals kommt.

Andreas Mettler
presse[at]mettlerweb.de




Veröffentlicht am: 23.06.2008 um 12:22:59 von findur

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