Rund eine Million Menschen leiden unter der Krankheit Alzheimer, bei der man zunehmend sein Gedächtnis verliert. Zudem verlieren die Betroffenen den Bezug zur Realität und damit zu sich selbst.
Das erste Mal wurde die
Diagnose „Alzheimer“ Anfang des letzten Jahrhunderts gestellt. Der deutsche Arzt Alois Alzheimer betreute eine Patientin, die zunehmend ihr Gedächtnis verlor und unkontrollierte Dinge tat. Zunächst hielt man diese Erscheinung für „natürlichen Altersschwachsinn“, doch Alzheimer entdeckte nach dem Tod seiner Patientin bei der Untersuchung des Gehirns zahlreiche zerstörte Nervenzellen. Doch noch immer erlang er keine Anerkennung seiner Kollegen, da Geisteskrankheit zu dieser Zeit als die Konsequenz eines unzüchtigen Lebenswandels galt. Erst Jahrzehnte später wurden Alzheimers Entdeckungen wahrgenommen, als Krankheit angesehen und nach Alzheimer benannt. Doch auch heute gibt es kein Mittel, das den schleichenden Gedächtnisverfall stoppt.
Im Durchschnitt beträgt die Leidenszeit der Betroffenen sieben Jahre. Zumeist bekommen die älteren Menschen die Diagnose „Alzheimer“, so dass die Krankheit oft mit altersbedingter Zerstreutheit in Verbindung gebracht wird. Die Betroffenen versuchen die Krankheit zunächst geheim zu halten, doch spätestens wenn sie das zweite Stadium erreicht haben, ist die Krankheit nicht länger zu verbergen, da sie ab diesem Zeitpunkt auf Hilfe angewiesen sind. Hier beginnt der Patient den Bezug zu sich selbst und der Realität zu verlieren. Die Erinnerungen verblassen und der Betroffene wird zunehmend pflegebedürftiger. Als Todesursache im Endstadium wird oft eine Lungenentzündung diagnostiziert.
Wird die Diagnose „Alzheimer“ gestellt, so haben die wahren Veränderungen im Gehirn bereits Jahre zuvor stattgefunden. Alzheimer ist weder durch Laboruntersuchungen oder Röntgenbilder erkennbar, so dass die Krankheit in den meisten Fällen erst sehr spät festgestellt wird.
Torsten Maue
torsten.maue[at]gmail.com
Veröffentlicht am: 07.10.2007 um 12:52:23 von
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