Der Text beschreibt heutige Möglichkeiten zur nicht-chirurgischen Faltenbehandlung. Klassische Strategien mit Botox und Fillern werden ebenso dargestellt, wie neuste Techniken mit Threads, Mesotherapie und chemischen Peelings.
Der Trend in der ästhetischen
Faltenbehandlung geht klar weg von der Chirurgie und hin zu ambulant, nicht-chirurgischen Behandlungsstrategien. So erstaunt es nicht, dass in den letzten Jahren Behandlungen mit Botox, Füllsubstanzen (Filler), und Peelings stets unter den Top 5 der am meisten durchgeführten ästhetischen Behandlungen waren – weit vor der Fettabsaugung, die jeweils Platz 1 bei den chirurgischen Behandlungen einnimmt. Eine Behandlung mit Botox wurde im Durchschnitt 7 bis 8 Mal häufiger durchgeführt als eine Fettabsaugung. Dieser Trend wird sich weiterziehen, da die Patienten heutzutage nicht mehr gewillt sind, lange Arbeitsausfälle und Spitalaufenthalte für eine ästhetische Behandlung in Kauf zu nehmen. Bei der Faltenbehandlung gilt das umso mehr, als eine Operation im Gesichtsbereich eine zusätzliche Überwindung braucht und die alternativen, nicht-chirurgischen Strategien immer besser werden.
Botox (Botox®, Vistabel®, Dysport®, Xeomin®) gilt als der Leithammel in der Gruppe der nicht-chirurgischen Faltenkiller. Botox ist eine Substanz aus einem gereinigten bakteriellen Protein, das die Übertragung spezifischer Nervenimpulse auf den Muskel hemmt. Dadurch kommt es zu einer Entspannung des Muskels und damit zu einer Glättung der mimischen Falten. Der Umstand, dass mit Botox nur mimische Falten behandelt werden können, ist wichtig. Statische Falten nämlich (klassisches Beispiel: Nasolabialfalten), sofern sie nicht als Folge andauernder mimischer Falten entstanden sind, können mit Botox nicht angegangen werden. Dazu braucht es Filler.
Filler bestehen heutzutage praktisch immer aus vollständig abbaubaren Grundsubstanzen. Die häufigste Substanz ist Hyaluronsäure (Surgiderm®, Juvederm®, Restylane®, Voluma®, Hyal2000®, Rofilan®, Matridur®, HydraFill®), ein natürlicher wasserspeichernder Bestandteil des Bindegewebes. Andere mögliche Grundsubstanzen sind Hydroxylapatit (Radiesse®), Polyvinylalkohol (Bioinblue®), Polylactat (Sculptra®) und Kollagen (verschiedene Marken). Die verschiedenen Filler haben unterschiedliche Merkmale und werden daher an unterschiedlichen Orten eingesetzt. Allen Fillern aber ist gemein, dass sie einen Volumendefekt beheben. Typische Einsatzorte für Filler sind daher die Nasolabialfalten, verloren gegangene Wangenknochen, hohle Wangen, Kinnwülste, hohle Schläfen und andere Stellen im Gesicht, die im Alter an Volumen verlieren.
Gegen den Zug der Erdanziehung hingegen, können Filler wenig ausrichten. Da sind Lifting-Verfahren gefragt, mit denen sich die Haut hochziehen und verankern lässt. Happy Lift® Fäden (Threads) können hier Wunder bewirken. Happy Lift® Threads sind vollkommen selbstresorbierbare Fäden, die mit kleinen Zähnchen versehen sind, die sich im Unterhautfettgewebe festbeissen und so einen starken Zug auf die Haut ausüben. Damit kann ein komplettes Facelift, von der Braue bis zum Hals komplett ambulant und ohne jeglichen chirurgischen Eingriff vorgenommen werden. Die Happy Lift® Threads werden unter Lokalanästhesie eingezogen, abgeschnitten und verbleiben bis zu ihrer vollständigen Auflösung 8 – 12 Monate präsent. Nachher übernimmt die Haut selbst, die in der Zwischenzeit einen bindegewebigen Rahmen und die Fäden gezogen hat, die Stützaufgabe. Ein Facelift mit Happy Lift® Threads hält je nach Hauttyp zwei bis drei Jahre.
Chemische oder physikalische Peelings können einerseits benutzt werden, um dem Gesicht seine jugendliche Frische zurückzugeben, andererseits kann man damit aber auch Falten jeder beliebigen Tiefe behandeln. Bei
swissestetix verwenden wir nur chemische Peelings. Diese haben den Vorteil, dass sie genau den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden können. Oberflächliche Peelings kommen hauptsächlich zur Auffrischung des Gesichtsausdrucks zur Anwendung. Sie sind schnell machbar und haben so gut wie keine Nebenwirkungen. Mitteltiefe Peelings werden bei swissestetix aufgeteilt in Einzelbehandlungen (Easy TCA®), um die Nebenwirkungsrate so gering wie möglich zu halten. Mitteltiefe Peelings eignen sich vorzüglich Altersveränderungen der Haut (Flecken, mitteltiefe Falten, fahles und mattes Aussehen) zum Verschwinden zu bringen. Tiefe Peelings werden in der Regel mit Phenol gemacht und führen zu einem Arbeitsausfall von ca. 1 Woche. Sie werden daher bei swissestetix nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Tiefe Peelings sind hervorragend geeignet, tiefe Falten im Mund und Augenbereicht zu behandeln.
Bei noch junger Haut, die vor den Erscheinungen des Alters geschützt werden soll, empfiehlt sich die Mesotherapie. Dabei handelt es sich um eine Therapie, bei der kleinste Wirksubstanzen (meistens ein Cocktail aus Hyaluronsäure, Vitaminen und Mineralien) direkt in die Haut eingespritzt werden. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass einerseits aufgrund der niedrigen Wirkstoffkonzentration so gut wie nie Nebenwirkungen auftreten, andererseits aber die Wirkstoffkonzentration direkt in der Haut sehr hoch ist, was zu höchst überzeugenden Resultaten führen kann.
Zusammenfassen kann gesagt werden, dass die nicht-chirurgische Faltenbehandlung in Zukunft mit der Entwicklung neuer und Weiterentwicklung bestehender Behandlungsstrategien die konventionelle Facelift-Chirurgie bis auf wenige Spezialfälle weitgehend ablösen wird – und das bei absolut vergleichbaren Resultaten.
Clarence Davis
c.davis[at]swissestetix.ch
Veröffentlicht am: 12.02.2008 um 08:57:35 von
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