Die Anzahl der Singles in Deutschland steigt beharrlich. Für die Wirtschaft sind sie ein willkommenes Klientel. Nicht nur, dass Singles mehr Einkommen zur Verfügung haben, sie konsumieren auch anders. In der Gesellschaft gilt der typische Single als jung, dynamisch, erfolgreich, urban, individualistisch und selbstbewusst und wird ob seiner Freiheit oftmals beneidet. In Wirklichkeit würden zwei Drittel aller Singles gerne ihre Unabhängigkeit gegen eine fixe
Partnerschaft tauschen. Nur ein Drittel hat sich bewusst für ein Leben alleine entschieden. Dennoch fällt es jenen, die unfreiwillig ihr Single-Dasein fristen, sehr schwer das Glück zu zweit zu finden. Die Wissenschaft hat sich des Phänomens angenommen und liefert folgende mögliche Antworten:
In stärkerem Maße als Personen die gebunden sind, haben Singles Bindungsangst. Sie fürchten, vom Partner ungeliebt zu sein und zurückgewiesen zu werden. Weiters empfinden Singles mehr Unbehagen in Situationen emotionaler Nähe als Menschen, die in einer Partnerschaft leben. Um dieses negative Gefühl nicht zu erleben, meiden Singles Bindungen.
Singles haben weniger Vertrauen in sich selbst wie auch in ihre eigenen Fähigkeiten verglichen mit gebundenen Personen. Letztere sind mit ihrem Sexualleben auch zufriedener und schätzen das eigene Leben glücklicher ein als Singles.
Um endlich den ersehnten Partner zu finden nutzen immer mehr Menschen entsprechende Online-Angebote. Die Kommunikation läuft dabei über interne Mailingsysteme völlig anonym ab. Dadurch fällt es leichter neue Bekanntschaften zu schließen, aus denen sich mehr entwickelt.
Michael Riedel
mdel01[at]web.de
Veröffentlicht am: 14.11.2008 um 13:08:08 von
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