Holz ist wahrscheinlich das vielseitigste Material, welches es auf dem ganzen Globus gibt. Ungezählte Arten wachsen in fast jedem Teil der Erde. Jede einzelne Art hat unterschiedliche Maserungen und Eigenarten. Bekannten beheimateten Bäumen wie Pappel, Linde und Esche stehen die exotischen Tropenhölzer wie Bongossi, Palisander oder Abachi gegenüber.
Während für die weiterführende Produktion zu Möbelteilen und
Dekorationen aufgrund der Verfügbarkeit und der relativ kurzen Transportwege zumeist die eigenen Bestände genutzt werden, erfolgt in den Regenwäldern am Äquator die schonungslose Rodung der Wälder. Dort fallen in jedem Jahr Wälder von der Größe der Schweiz der Kettensäge zum Opfer. Diese Hölzer sind zumeist der einzige Exportschlager dieser wirtschaftlich eher schwächeren Länder. Die Problematik ist die riesige Beeinflussung des Klimas durch den Wegfall der luftregulierenden Tropenwälder.
Die Verarbeitung jeder Holzart ist eine
Kunst. Dafür muss man Eigenschaften des zu bearbeitenden Materials gut kennen. In der Literatur kann man zum Thema Holz für jede existierende Holzart mannigfaltige Informationen bekommen.
So entstehen grazile Gefäße aus Wurzelholz, Leuchter für Kerzen, Gebäck-Model oder geschnitzte Bilder. Dabei ist durch die langsam gewachsene Maserung jedes geschnitzte oder gedrechselte Kunstwerk ein absolutes Unikat für seinen Käufer.
Besonderheit bei der Verarbeitung ist, dass das Holz ein lebender Werkstoff ist. Kein Stück Holz ist wie ein anderes, deshalb kann es auch nicht so stupide bearbeitet werden, wie Gips oder ein Kunststoff. Der Schnitzer oder Drechsler muss sich bei der Arbeit regelrecht in das Holz hinein fühlen. Vor der Anfertigung eines solchen Unikates muss das Holz ganz genau nach seinem späteren Einsatz ausgewählt werden. Natürlich müssen auch Faserverlauf und die Struktur beachtet werden.
Bernhard Heß
info[at]dukasi.de
Veröffentlicht am: 31.01.2008 um 11:18:19 von
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