Entsprechend der sehr alten Tradition wird in nahezu jedem Schützenverein in jährlichem Rhythmus neu ermittelt, wer der Schützenkönig wird, weil er am zielsichersten geschossen hat. Als Teil dieser Tradition sponsert der Gewinner des letzten Jahres dem folgenden Schützenkönig eine Ehrenscheibe aus Holz, auf der das Datum des Schießens und die Namen der Erstplatzierten zu lesen sind. So eine Schützenscheibe darf auch gerne mit schönen Applikationen verziert sein. Diese
Kunstgattung hat einen ganz speziellen Charme und der neue König gelangt auf diese Art und Weise in den Besitz eines kleinen Schatzes für sein Heim. Die Bezugsmöglichkeiten für solche Scheiben sind sehr vielgestaltig. Während manch einer sie in Eigenleistung herstellt oder im weiteren Bekanntenkreis anfertigen lässt, kauft sich der andere seine Scheibe im
Schützenbedarf, wo es eine sehr große Auswahl sowohl an bereits bemalten als auch an unbehandelten Scheiben zur eigenen Gestaltung gibt.
Welche Möglichkeit letztendlich gewählt wird, ist einerseits abhängig davon, wie viel Zeit man persönlich aufwenden kann, zum anderen aber auch davon, was für ein künstlerisches Talent in einem steckt, denn eine solche Scheibe muss vor allem eines – gut aussehen. Auf gar keinen Fall wird sich einer der vergangenen Könige nachsagen lassen, dass er sich nicht besonders angestrengt habe, ein wertvolles Stück einzubringen. Vor allem, weil die überreichten Scheiben oft auch noch Jahre später im Schützenhaus ausgestellt werden, wo jeder den Namen des Gewinners sowie den Namen des Spenders lesen kann und sich dann unter Umständen auch sein eigenes Bild über den Stifter macht. Respekt und Lob für eine besonders gelungene Schützenscheibe sind die höchste Erfüllung und man kann zu Recht stolz auf sich sein, besonders dann, wenn man dieses kleine Kunstwerk selbst erschaffen hat.
Bernhard Heß
info[at]dukasi.de
Veröffentlicht am: 22.01.2008 um 10:47:08 von
dukasiDiesen Artikel verlinken:
Artikel Bookmarken:
Mr. Wong |
digg |
del.icio.us |
SocialBook |
www.Mal1.de
