Kein anderer
Job wurde in der Welt wohl so romantisiert wie der des Cowboys. Kleine Kinder wachsen mit dem Cowboy und Indianer Spiel auf, die Vorstellung von unendlicher Prärie, Freiheit und Abenteuer hat sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Dabei war die Realität in der Hochzeit des klassischen Cowboys im 19. Jahrhunderts weit entfernt von jenen romantischen Vorstellungen, die wir uns heute machen. Es war eine der schwersten Tätigkeiten. Der Cowboy war mitunter zehn Stunden am Tag im Sattel, das ganze Leben spielte sich, egal zu welcher Witterung, im Freien ab. Die Kleidung wurde oft wochenlang nicht gewechselt, was Krankheiten leicht Vorschub lieferte. Doch die Gefahren waren zahlreicher. Man konnte von Indianern überfallen werden, von Viehdieben bestohlen werden oder von korrupten Landbesitzern zur Zollabgabe verpflichtet werden.
Schießereien und Gefechte waren daher keine Seltenheit. Der Viehtrieb dauerte immer länger, und so war es nach dem erfolgreichen Ende einer Mission nicht verwunderlich, dass sich die Cowboys in den städtischen Zentren in Bordellen und Saloons mit dem erhaltenen Lohn vergnügten. Neben dem eigentlichen Viehtrieb hatte ein Cowboy viele Aufgaben. So musste er auch die Tiere markieren, also Brandzeichen anbringen, als auch Sorge für die Gesundheit dieser tragen. Die Rancher mussten sich auf einer Farm auch um die Zäune etc. kümmern. Lasso und Revolver sind jedoch keine romantische Erfindung, sie gehörten bereits damals zur Standardausrüstung. Auch der Hut mit breiter Krempe, zum Schutz vor Wind und Wetter, sowie die Stiefel waren unverzichtbare Utensilien. Das Image des harten Kerls hat sich nach dem Ende des Wilden Westens unaufhaltsam in alle Welt verbreitet.
Steffen Ehrlich
steffen[at]torstenmaue.net
Veröffentlicht am: 16.01.2008 um 10:41:39 von
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