Kunst & Kultur

» Der Aberglaube

Der Aberglaube ist weit verbreitet in unserer Gesellschaft, selbst Vernunftmenschen reagieren häufig irrrational. Der Aberglaube im Alltag hat uns fest im Griff, so ist beispielsweise Freitag der 13. für viele Menschen ein Unglückstag, 13 Leute sollen nicht an einer Tafel sitzen oder im Theater gibt es erst gar keine Reihe 13, weil viele dort nicht sitzen wollen. Die Beispiele lassen sich unendlich fortführen mit den Glückszahlen beim Lottospielen, mit den Glücksbringern, mit dem vierblättrigen Kleeblatt usw. Früher hat die christliche Kirche die Grenzen zwischen Glauben und Aberglauben definiert, heute macht das die Wissenschaft. Was nicht wissenschaftlich belegt ist, wird als Humbug abgetan, aber es gibt wohl keinen, der nicht ab und an mit abergläubischen Ritualen in Berührung kommt.



Der Begriff Aberglaube an sich taucht in der christlichen Religion des Mittelalters auf. Er hatte die Aufgabe, Abweichungen von der kirchlichen Glaubenslehre anprangern und das Regelwissen der aufstrebenden Naturwissenschaft diffamieren.
Ein Hintergrund vieler weltlicher Aberglauben ist der Volksglauben, dazu zählen auch die Bauernregeln, die auf Erfahrungswerten beruhen, aber genauso fehl interpretiert werden können.
Es wird geschätzt, dass ungefähr die Hälfte aller Menschen abergläubisch ist, darunter mehr Frauen als Männer. Dabei nimmt mit zunehmendem Bildungsstand der Aberglaube eher ab.

Silvia Kühn
kuehn[at]trendmile.com




Veröffentlicht am: 12.10.2007 um 10:02:42 von silvie

Diesen Artikel verlinken:

Artikel Bookmarken:
Mr. Wong | digg | del.icio.us | SocialBook | www.Mal1.de