Bei einem Spaziergang durch den Park oder durch die Stadt begegnet man neuerdings wieder sehr vielen jungen Müttern mit ihren Kinderwägen.
Eine Zeit lang war jung Kinder zu bekommen aus der Mode. Junge Frauen wollten ihr Leben genießen und sich nicht durch ein Baby einschränken lassen. Sie wollten studieren oder arbeiten, zuerst Karriere machen und dann eine Familie gründen oder überhaupt auf Nachwuchs verzichten.
In den letzten Jahren hat die Zahl der Kinderwägen, die von jungen Frauen geschoben werden, aber wieder zugenommen. Viele bekommen gleich nach der Schule, mit siebzehn Jahren, nach der Matura oder während des Studiums ihr erstes Baby.
Einerseits hat es viele Vorteile schon in jungen Jahren Mutter zu werden. Die Chance ein gesundes Baby zur Welt zu bringen, ist sehr viel höher, als bei Frauen jenseits der fünfundreißig. Je älter eine Frau bei der Geburt ist, desto größer die Gefahr körperlicher oder geistiger Behinderungen beim Baby. Zudem stört die Familiengründung später nicht die Karriere. Kommen die Kinder bereits zur Welt bevor ihre Mutter richtig ins Berufsleben eingestiegen ist, wird sie später nicht durch eine Schwangerschaft wieder herausgerissen.
Auf der anderen Seite sind so junge Mütter meist selbst noch nicht erwachsen. Die Persönlichkeit ist noch nicht gefestigt und auch das Verantwortungsbewusstsein ist noch nicht so ausgereift, denn die meisten Teenagerschwangerschaften sind ungewollt.
Auch Beziehungen die von jungen Menschen eingegangen werden, halten in den seltensten Fällen. Die Leidtragenden sind die Kinder.
Vor allem finanziell stehen junge Mütter oft vor Problemen.
Kinderwagen, Windeln und Babynahrung kosten Geld und die Väter versuchen meist sich mit allen Mitteln um die Alimente zu drücken, wenn die Beziehung in die Brüche gegangen ist oder sie gar nicht in der Lage sind für ihre Kinder zu bezahlen.
Außerdem haben Kinder ein Recht auf Vater und Mutter und wenn einer von beiden erst damit beschäftigt ist erwachsen zu werden, anstatt sich um das Baby zu kümmern, bleibt die Verantwortung am anderen, meist der Mutter hängen, weil die in den meisten Fällen doch etwas erwachsener ist und sich trotz der vielen Probleme nicht dazu entschließen kann, ihr Baby zur Adoption frei zu geben.
Klaus Hochreiter
klaus_hochreiter[at]aon.at
Veröffentlicht am: 17.11.2007 um 11:52:36 von
omhatDiesen Artikel verlinken:
Artikel Bookmarken:
Mr. Wong |
digg |
del.icio.us |
SocialBook |
www.Mal1.de
