Aufgrund der Tatsache, dass sich immer wieder absolut neue Webseiten in top Platzierungen „verirrt“ haben obwohl diese – im Vergleich zu alteingesessenen, über Jahre gepflegte und aufgebaute Webseiten – alles andere als relevant waren, hat Google eine im SEO-Jargon als „Sandbox“ bekannte Filterung eingeführt.
Man muss sich die Sandbox – wie der Name schon sagt – wie einen digitalen Sandkasten vorstellen, in dem die „Kinder“ (bzw. neuen Seiten) erst eine gewisse Zeit lang „spielen bzw. bewähren“ müssen, bevor sie überhaupt zu den „Erwachsenen“ (bzw. renommierten Seiten) kommen können.
Lange Rede, kurzer Sinn : der Sandbox-Effekt verhindert, dass neue Webseiten in top Platzierungen landen. Oftmals vergehen zwischen 6 und 18 Monate in denen die Webseite in der Sandbox „gefangen“ ist. Die Dauer des Aufenthalts liegt i.d.R. am Keyword; Webseiten die unter einem stark umkämpften Keyword wie z.B. „private Krankenversicherung“ nach vorne wollen, müssen meist sehr lange in der Sandbox bleiben – Webseiten die unter einem vergleichsweise einfachen Keyword oder einer Kombination wie z.B. „Bäckerei Hintertupfing“ top platziert werden wollen, haben meist keinen oder nur einen sehr kurzen Aufenthalt in der Sandbox zu erwarten.
Unternimmt man nichts bzw. beginnt man nicht mit der
Suchmaschinen-Optimierung, so bleibt der Sandbox-Aufenthalt ggf. vorbehalten. Eine nicht verlinkte, aber alte Domain kann daher trotzdem in der Google Sandbox landen.
Erfahrungsgemäß landen aber lange nicht alle neuen Webseiten in der Sandbox – durch langsamen Linkaufbau, ständige Aktualisierung etc. kann man unter Umständen diesen Effekt abschwächen bzw. umgehen – es stellt sich dann aber die Frage ob man nicht schneller nach oben kommen würde, wenn man mittels schnellem Linkaufbau „freiwillig“ in der Sandbox landet.
Marvin Fuchs
marvin1[at]it-service24.com
Veröffentlicht am: 09.06.2008 um 22:29:28 von
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