Finanzen & Versicherung

» Girokonto: Nicht alles, was kostenlos sein soll, bleibt auch kostenlos

Die Banken überschlagen sich mit ihren Angeboten für vermeintlich kostenlose Girokonten. Anbei gibt es dann allerlei Kostenloses obendrauf, beispielsweise ein kompletter Satz an kostenlosen EC-Karten und Kreditkarten. Oftmals gibt es als letzten Anreiz auch noch einen kleinen Bonus oder ein Startguthaben. Damit möchten die Banken die letzten Zweifel des Kunden ausräumen, der sich fragt, ob er sich für das richtige Produkt entscheidet und ihn für sich gewinnen.

Nur ist ein kostenloses Girokonto häufig nicht immer wirklich kostenlos. Oft verrät sich das Angebot schon durch ein kleines Sternchen. Denn nicht selten ist die kostenlose Kontoführung an unterschiedliche Bedingungen geknüpft. Viele Banken bieten ihr Girokonto beispielshalber nur dann kostenlos an, wenn ein bestimmter Mindestbetrag monatlich auf dem Konto eingeht. Also wenn regelmäßige Geldeingänge auf dem Konto zu verzeichnen sind.

Doch selbst dann, wenn ein Girokonto tatsächlich kostenlos geführt wird, sollte man andere Faktoren nicht außer Acht lassen. Denn die kostenlose Kontoführung ist nicht das einzige, worauf ein Bankkunde bei seinem Girokonto achten sollte. Zwar ist so zumindest bei der Kontoführung die Kostentransparenz gegeben, aber was ist mit der Versorgung mit Bargeld? Ist das Geldautomatennetz, welches die Bank anbietet, ausreichend? Ist dort, wo ich mich in der Regel am meisten aufhalte, auch ein Geldautomat der Bank vorhanden? Oder muss ich mich gegebenenfalls an Geldautomaten anderer Banken bedienen? Denn das verursacht ebenfalls wiederum Kosten. Auch die Erreichbarkeit der Bank ist wichtig.

Bevor man also den Kontoeröffnungsantrag unterschreibt respektive bei einer Onlinebank verschickt, sollte man sich verschiedene Angebote genauer ansehen und einen Girokonto Vergleich anstellen. Nur so kann man erkennen, ob ein vermeintlich kostenloses Girokonto tatsächlich auch kostenlos ist. Auch die restliche Ausstattung, also die Kartenausstattung, die Bargeldversorgung, wie und wann die Kontoauszüge bereitgestellt werden, sollte man nicht außen vor lassen.

Christoph Piekarz
hello[at]pikay.com




Veröffentlicht am: 22.12.2007 um 11:39:07 von pikay

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