Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. So ein bekannter Song der auch heute noch oft zu hören ist und zehntausenden Frührentnern und Spätberufenen aus dem Herzen singt. Denn jeder im Saal - egal ob mit oder ohne Gehilfe möchte es noch mal so richtig krachen lassen und den jungen Hüpfern zeigen, was ne Harke ist.
Nur dumm, wer mit 66 erst die private Altersvorsorge beginnt, weil er sich zuvor fest auf die gesetzliche Rente verlassen hat, der hat selten Pulver für die spätpubertäre Explosion. Eher reichen die Zahlungen aus der Solidarkasse für ein Knallfröschen.
Mit 66 wird's eng für die Eigenvorsorge, mit 50 aber ist es nocht nicht zu spät. Denn bis zur Rente sind es immerhin 15 Jahre. Genügend Zeit, um auch mit kleinen regelmäßigen, monatlichen Anlagebeträgen privat für die goldenen Jahre vorzusorgen.
Da reichen schon 50 Euro im Monat und eine realistische Durchschnittsrendite von 5 Prozent im Jahr. Wer eineinhalb Jahrzente bei der Stange bleibt, der macht aus nur 9.000 Euro Einzahlung immerhin gut 13.000 Euro. Auch die Bilanzen bei kürzeren Anlagezeiträumen und geringeren Durchschnittsverzinsungen sind beachtlich.
Das Wunder des Zinseszins nach dem Motto "Zeit ist Geld" zeigt aber auch: Je länger der Anlagezeitraum und je höher die Durchschnittsrendite, desto dynamischer ist der Vermögensaufbau. Folge: Wer zum Beispiel mit 20 Jahren die eigene Altersvorsorge startet, sollte Aktienfonds-Sparpläne bevorzugen. Auch wenn die Abgeltungssteuer ab dem übernächsten Jahr den einen oder anderen Prozentpunkt Rendite kosten wird.
Mr. Wong |
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