Lange Jahre verboten, nun ist sie wieder da: la fee Verte
Die grüne Fee, la fee verte, in ganz Paris über viele Jahre, vor ihrem Verbot um die Mittagszeit in all den kleinen Straßencafés und Restaurants in der Grünen Stunden, heure verte, mit kleinen Schlucken regelrecht zelebriert.
Jedoch wird Absinth diese Popularität sicherlich nie wieder erreichen, denn damals gehörte ein ganz bestimmtes Lebensgefühl dazu, um die grüne Fee, zu zelebrieren. Sicherlich trugen damals verschiedene Tatsachen dazu bei, dass Absinthe diese Popularität gewann. Angefangen von der täglichen Absinthration der französischen Truppen, die den Soldaten per Erlass zustand um die Kampfmoral zu steigern, bis hin zu der Tatsache, dass Absinthe das einzige hochprozentige Getränk war, dass Frauen in der Öffentlichkeit trinken konnten. Denn zur damaligen Zeit konnten nur Frauen aus dem ältesten Gewerbe der Welt in aller Öffentlichkeit hochprozentige Getränke trinken. Jede andere Frau die das tat, wurde schon fast gesellschaftlich geächtet. Nun aber gewann die Frau aufgrund dieser Tatsache ein wenig mehr Freiheit und genoss diese auch ausgiebig.
Absinth trinken, das bedeutete damals wie heute ein Lebensgefühl zelebrieren. Denn der Genuss von Absinth wurde damals und wird auch heute zelebriert. Man trinkt Absinthe nicht einfach nur, oder kippt es hinunter wie viele oder eigentlich alle hochprozentigen Getränke. Absinthe trinken ist eine Einladung an die grüne Fee, dieses Aussprechen der Einladung wird genossen.
Möchte man nun die Grüne Fee, la fee verte, zu sich nach Hause einladen um auch, vielleicht am nächsten Wochenende die Grüne Stunde, heure verte, genießen, dann sollte man sich einfach schnell in einen
Absinthe kaufen.
Gabriele Sinzig-Freese
gsinzig[at]gmx.de
Veröffentlicht am: 19.10.2007 um 20:03:07 von
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