Ich habe vor einer Woche einen Selbstversuch unternommen.
Man hat mich gefragt ob ich wüsste, wie oft am Tag ein Handy klingelt und man geht gerade zufällig vorbei. Sicherlich muss der Wert von Örtlichkeit zu Örtlichkeit unterschiedlich.
Ich hab diesen Versuch nun unternommen um herauszufinden wie oft ein Handy klingelt, wenn ich in Berlin morgens zur Uni fahre und abends wieder zurück. Hierbei lag der Mittelwert von Montag bis Freitag bei 93-mal. Die einzelnen Werte dabei schockierten mich wenig.
Viel amüsanter war die Vielfalt der einzelnen
Klingeltöne. Da gibt es von Mainstream Pop über Gangster HipHop bis hin zu Gabber und Techno einfach alles.
Wenn man glaubt dass diese Klingelton-Werbung im TV schon viel an Variation darbietet, muss man einmal gezielt auf andere Menschen achten, wenn deren Handys klingeln.
Die Zeiten in dem ein einfaches Piep Piep ausreicht um zu merken, dass man angerufen wird sind vorbei. Der persönliche Klingelton spiegelt jetzt den eigenen Geschmack wieder und gilt fast schon als Erkennungsmerkmal.
Sigmund Freud hätte sicher seinen Spaß daran gehabt einen Menschen anhand seiner Klingeltöne zu analysieren. Bei meinem Versuch ist mir auch aufgefallen, dass die Welle der polyphonen
Klingeltöne vor der älteren Generation nicht halt macht. Dort geht die Palette nun ebenfalls quer durch die Charts. Mir scheint es, als wolle sich ein Jeder eindeutig von der Masse abheben, und sei es nur mit dem ganz persönlichen Klingelton.
Silvia Kühn
kuehn[at]trendmile.com
Veröffentlicht am: 05.10.2007 um 11:52:10 von
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