Diese Unterbrechungsanforderungen erfolgen über spezielle Signalleitungen und werden als IRQs (Interrupt Requests) bezeichnet. Benötigt der Prozessor beispielsweise neue Daten von der Festplatte für die Weiterverarbeitung, wird für die Ausführung dieses Zugriffs ein Interrupt des Festplatten-Controllers ausgelöst, sobald neue Daten verfügbar sind. In der Zwischenzeit kann sich die CPU dann um andere Aufgaben kümmern, statt zu warten.
Damit die verschiedenen Interrupts der einzelnen Geräte unterschieden werden können, werden sie mit Nummern von 0 bis 15 versehen. Anhand dieser Nummern erkennt der Prozessor, welches Gerät die Interrupt-Anforderung ausgelöst hat. Diese Erkennung funktioniert aber nur dann reibungslos, wenn jedes Gerät einen eigenen eindeutigen Interrupt zugewiesen bekommen hat. Es gilt die Standardregel, dass jede Systemkomponente ihren eigenen Interrupt benötigt.
Ausnahmen davon sind Systeme, die das Verfahren des Interrupt-Sharings beherrschen. Dazu gehört EISA und auch die Plug&Play-Spezifikation von Intel. Allerdings gibt es kaum Software, die das Interrupt-Sharing regeln kann, so dass die Standardregel, jedem Gerät seinen eigenen Interrupt zuzuordnen, doch wieder zum Tragen kommt.
Wenn man sich die Belegung der 16 Interrupts (0 bis 15) einmal genauer betrachtet, werden Sie schnell feststellen, dass es davon viel zu wenig gibt, die man noch weiteren PC-Steckkarten zuweisen kann. Viele Interrupts sind schon tabu, weil sie von Systemkomponenten belegt sind, die kein Veränderung zulassen.
Mr. Wong |
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