Bereits seit vielen hundert Jahren spricht der Mensch vom so genannten „Schönheitsschlaf“. Und grundsätzlich ist es auch so, dass der Mensch seinen Schlaf braucht, nicht nur, um den Körper ausruhen zu lassen. Damit der Mensch überhaupt schlafen kann, muss ausreichend
Melatonin produziert werden – das so genannte Schlafhormon. Melatonin wird produziert, sobald es draußen dunkel wird, aber auch wenn der Mensch sich bei künstlichem Licht in geschlossenen Räumen aufhält. Der Mensch ermüdet also fast automatisch immer mehr, je länger er sich im Dunkeln oder im Einflussbereich von künstlichem Licht aufhält. Melatonin wird auch im Schlaf weiter produziert, damit der Mensch durchschlafen kann, sonst würde er nach kurzer Zeit wieder erwachen. Während des Schlafes erneuern sich Zellen, der Stoffwechsel arbeitet, Schlaf ist also in der Tat schon wichtig für das Aussehen. Auch wird während der Schlafphase Cortisol produziert – dieser Stoff wird auch das „Energiehormon“ genannt.
Während der Aufwachphase wird der größte Anteil produziert, so dass der Mensch genügend Energie zur Verfügung hat, um seinen Tag bewältigen zu können. Um wach zu bleiben und diese Energie nutzen zu können, benötigt der Körper
Serotonin, das man als „Glückshormon“ bezeichnet, und dieses wird nur bei Tageslicht produziert. Am besten ist natürlich von daher ein regelmäßiger Aufenthalt im Freien und somit im Tageslicht. In den langen, dunklen Wintermonaten genügt die Lichtwirkung des normalen Tageslichts jedoch nicht – und deswegen verspüren viele Menschen speziell im Winter Schlafstörungen. Sie wälzen sich nachts lange im Bett von einer Seite auf die andere, bevor sie einschlafen können, obwohl sie sich hundemüde fühlen. Und morgens, wenn der Wecker klingelt, wachen sie auf und fühlen sich den ganzen Tag wie gerädert. Das liegt oftmals an den veränderten Lichtverhältnissen im Winter. Über die Netzhaut des Auges wird das Tageslicht aufgenommen, aber auch die Botschaft, dass es dunkel ist und Melatonin produziert werden muss, gelangt durch die Netzhaut an das Gehirn. Der Schlaf-Wachrhythmus wird also grundsätzlich im Gehirn geregelt, aber das Auge sendet die entsprechenden Botschaften dort hin.
Melanie Bach
suma[at]lightcare.de
Veröffentlicht am: 11.02.2008 um 14:50:33 von
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